Anekdoten & Geschichten

Eine alte Inkarnation und die Angst vor Wasser

Diese Geschichte stammt aus dem Jahr 1991…

Meine Tochter war Anfang des Jahres geboren worden und ich selbst war beruflich (als Informatiker) einigermaßen stark eingebunden. Echte Spiritualität war in meinem Leben noch nicht wirklich präsent, außer meinem Interesse an Astrologie, aber das zähle ich nicht wirklich dazu…
In den ersten Monaten, in der unsere Tochter bei uns war, war ich es überwiegend, der sich, wenn es die Zeit erlaubte, um sie kümmerte. Als sie einige Monate alt war, zeichnete sich mehr und mehr ein Problem ab. Sie schien allergisch auf Wasser zu reagieren. Jedenfalls in der Weise, das es nicht möglich war, sie zu baden.
Normalerweise ist es für Babys eine reine Freude, im Wasser zu planschen, aber mit ihr ging das absolut nicht. Schon der Versuch, sie in die Nähe von Wasser zu bringen, brachte sie zum Schreien. Mit der Zeit wurde das Ganze echt frustrierend, denn was sollte man sonst tun, schließlich sahen wir es schon als sinnvoll an, sie wenigstens ab und zu mal zu baden.

Bis dahin war es nur möglich, sie auf dem Wickeltisch zu waschen, aber mehr eben nicht. Eines Tages stand ich mal wieder vor dem Wickeltisch und wusch sie wie üblich. Ich erinnerte mich an die Situationen, in denen sie auf gar keinen Fall ins Bad wollte, selbst wenn nur sehr wenig Wasser drin war. Mitten als ich sie wusch, bekam ich auf einmal so etwas wie einen Flash.
Ich sah sie und mich zusammen an einem Bach in England (wohl Südengland, vielleicht um das Jahr 1800 herum) spielen. Ich schätzte unser Alter auf vielleicht 6 oder 7 Jahre. Wir spielten mit einigen Steinen, die dort lagen und tobten ein wenig herum. Aus welchen Gründen auch immer verlor sie (damals meine Schwester) das Gleichgewicht, fiel mit dem Kopf auf einen größeren Stein, dann wohl offensichtlich bewusstlos ins Wasser und wurde von dem Bach abgetrieben.
Ich hatte Panik, weil ich selbst nicht schwimmen konnte und lief am Ufer hinterher, konnte ihr aber nicht helfen. Dann rannte ich zu einem nahegelegenen Gehöft, um Hilfe zu holen, aber auch das brachte keine Erfolg. Irgendwann wurde meine Schwester tod aus dem Bach geholt…

Da wusste ich auf einmal, warum sie solch eine Angst vor Wasser hatte – schlicht, weil sie in einer „alten“ Inkarnation ertrunken war. Und ich wusste auf einmal, wie ich diesen Zustand wieder ins Lot bringen konnte…
… Beim nachfolgenden Mittagessen saß meine Tochter wie immer in ihrem Kinderstuhl bei uns am Tisch. Nachdem sie etwas gegessen hatte, stellte ich ihr eine große Schale mit warmen Wasser direkt vor sie hin und machte garnichts, sondern war einfach dort.
Ihr Gesichtsausdruck war zunächst ängstlich, aber dann gab ich ihr einen kleinen Plastiklöffel, den sie schon halten konnte. Den fand sie ganz toll und fing an, damit zu spielen. Da die Schüssel mit dem Wasser recht nah an ihrem Stuhl stand, kam sie mit ihren Händen und dem Löffel direkt bis zur Schüssel. Nach und nach fing sie an, mit dem Löffel in das Wasser zu hauen und es spritze entsprechend. Das war der „Wendepunkt“. Ich bemerkte, wie ihr Blick sich zu verändern begann und sie nach und nach erst skeptisch, dann aufgeregt und schließlich mit immer mehr Spaß in das Wasser haute und nun sichtlich Freude daran hatte.

In dem Moment wusste ich, das ihre Angst vor Wasser verschwunden war. Und tatsächlich. Als ich am nächsten Tag wieder etwas Wasser ins Bad einließ und gegen den Rat meiner damaligen Frau einen erneuten Versuch startete, gab es kein Geschrei mehr. Zwar war sie äußerst skeptisch bezüglich des Wassers, aber sie ließ sich in das warme Wasser setzen und kaum war sie dort erstmalig angekommen, fing sie damit an, das Wasser im Raum zu verteilen und sichtlich Spaß zu haben. Der Bann und die Angst waren gebrochen. Von da an verhielt sie sich bezüglich des Wassers wie so ziemlich jedes andere Kind auch. Es machte einfach Spaß!

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