Erdheilung: eine Erfahrung

Bei einer der Erzählungen im Buch „Meistergeschichten“ erwähnte ich eine Situation bei meinen Eltern. Dabei möchte ich nicht die Geschichte aus dem Buch wiederholen, sondern von einem Ereignis berichten, das ebenfalls bei meinen Eltern stattfand.

Mein Vater hatte den Eindruck bekommen, dass Wasseradern oder ähnliches unter dem Haus verliefen, denn er konnte nicht wirklich gut schlafen, dort, wo sein Bett stand. Nachdem ich meine Arbeit im Lichtkrone-Zentrum aufgenommen hatte, fragte er alsbald nach einer Hilfe, um diese Dinge klären zu können. Zu dem Zeitpunkt hatte ich Kontakt zu einem befreundeten Ehepaar, das „Erdheilungen“ durchführte. Das war für uns etwas Neues, und so wurde diese Heilung nicht nur beauftragt, sondern ich wollte natürlich auch dabei sein um zu schauen, was dabei so passierte.

Ich kann mich nicht mehr an alle Einzelheiten erinnern, aber noch an diese:
Meine Großmutter, die ehemals ebenfalls in dem Haus wohnte, musste irgendwann in ein Altenheim umziehen, weil sie im Umgang ziemlich schwierig wurde. Sie konnte einfach nicht mehr dort wohnen, ohne dass das gewaltige Auswirkungen auf den Rest der Familie gehabt hätte. Zum Zeitpunkt der Erdheilung war sie schon einige Jahre verstorben, aber es hingen noch ein paar Erinnerungen an sie in verschiedenen Räumen, so auch im Hausflur.
Bei so einer Erdheilung werden alle „alten“ Energien gelöst, die aus welcher Zeit auch immer, auf diesem Fleckchen Erde beheimat waren. Das waren zum Teil alte Kriegserlebnisse, Gräber aus der Frühzeit oder dem Mittelalter, aber auch Menschen, die nicht loslassen konnten, so wie damals meine Großmutter.

Das Ehepaar war mit der Erdheilung schon 2 Stunden beschäftigt, als sie in den Hausflur kamen und dort ihre Arbeit fortsetzten. Ich war nicht bei allen Aktionen dabei, aber hier war ich es. Im Flur hing ein altes Gobelainbild, also ein gesticktes Bild von einem alten Mann mit Pfeife. Im Laufe der Jahre hatte es schon etwas „angesetzt“ und war recht dunkel geworden. Es hing bestimmt schon 20 Jahre oder länger dort. Die „Erdheiler“ holten einen metallenen großen Reifen, mit Edelsteinen besetzt, hervor und begannen, damit vor dem Bild hin und her zu wedeln. Zu meiner großen Überraschung wurde das Bild mit jedem Wedelvorgang heller, bis es schließlich in seinem ursprünglichen Zustand angekommen zu sein schien. Auf Nachfrage wurde mir erklärt, dass in dem Bild ziemlich viel Wut und auch Trauer meiner Großmutter steckte und nun bereinigt worden sei. Ich war wirklich erstaunt, mitanzusehen, wie dies tatsächlich bereinigt wurde und nun ganz anders wirkte.

Aber damit war die Arbeit im Flur nicht beendet. Dort gab es auch noch die Eingangstür, und die musste offensichtlich auch eine Reinigung erfahren, aber eine andere. Die Frau holte einen speziell geschliffenen Halbedelstein hervor und begann, entlang des Türrahmens damit zu arbeiten. Und es geschah etwas, was ich kaum glauben konnte. So wie sie damit loslegte, an diesem Türrahmen zu arbeiten, fing es auch an, nach Jauche zu stinken, aber wirklich extrem intensiv. Natürlich wollte ich wissen, was das denn zu bedeuten hätte. Die Antwort war, dass meine Großmutter das Haus, in dem meine Eltern wohnten, verflucht hatte, einfach, weil sie dort nicht mehr wohnen konnte und das auch niemand anderem gönnte. Ich war völlig perplex, dass es sowas überhaupt gab, dass man so etwas lösen konnte und dann auf bestialische Weise stank.

Welch eine Erfahrung!


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