Anekdoten & Geschichten

Das Ende des Verstandes

Dies ist eine Geschichte aus den neueren Erfahrungen mit meinem menschlichen Sein. Alles begann mit dem Kauf, bzw. Leasing eines neuen Autos…

Im Februar 2021 fing ich an, mich für ein neues Auto zu interessieren, einfach weil der aktuelle Wagen noch ein 1/2 Jahr zu leasen war und dann auch abgegeben werden sollte. Der neue sollte möglichst ein Plugin-Hybrid sein, weil ich für die meisten Fahrten, die ich oder meine Frau unternehmen, die elektische Fahrweise für uns die beste Lösung war. Zudem hat unsere Garage einen Stromanschluss. Alles klar soweit. Viele Plugin-Hybride haben zur Zeit aber durchaus einige Monate Lieferzeit und so kamen die ersten Gedanken im Februar bezüglich des neuen Auto auf. Noch nicht sehr konkret, aber schon mal mit 1 bis 2 Augen auf den Neuvorstellungen.

Dann hatte ich einen Traum – übrigens erzählt in einer Videogeschichte während eines Lichtabends. In diesem Traum befand ich mich bei einem Autohändler, um ein neues Auto zu bestellen. Ich wunderte mich, warum ich mich für eine Corvette interessierte, eigentlich sind etwas höher gelegene Autos mein Ding. Auf die weitere Geschichte möchte ich hier nicht eingehen, dazu ist ja die Videogeschichte vorhanden…

Jedenfalls hatte ich schließlich ein Auto mit etlichen Dingen und Einrichtungen, die ich spannend fand. Etwa 2-3 Wochen danach, als ich wieder mal zu neuen Autos etwas recherchierte, kam ich auf eine Webseite mit einer für mich neuen Automarke. Bei dem ersten Auto, was ich dort sah, bekam ich einen Flash, denn ich wusste sofort, dass es der Wagen aus meinem Traum war. Im Grund war dann bereits klar, welches neue Auto ich mir zulegen wollte.

Im April machte ich einen Besichtigungs und Probefahrttermin bei einem Händler in der Nähe aus. Als ich dann darin saß und der Verkäufer mir für die Probefahrt ein bisschen erklärte, fühlte ich mich bereits „wie zuhause“, denn vieles davon kannte ich bereits aus meinem Traum. Nicht so konkret, aber vom Grundsatz her. Nach der Probefahrt, die mich wirklich begeisterte, war klar, dass ich diesen Wagen kaufen würde. Der Vertrag wurde verhandelt, die üblichen Formalien abgehandelt (Schufa) etc. Alles war klar. Der Vertrag wurde unterschrieben. Ich musste nur noch auf die offizielle Bestätigung warten…

Aber die kam nicht! Statt dessen Nachfragen wegen meiner beruflichen Tätigkeit (Selbstständig). Und noch ne Frage – und noch ne Frage. Ich hatte den Kaffee auf und überlegte mir schon, das Ganze lieber bei einem anderen Händler abzuwickeln. Eine Woche verging – keine Antwort – keine Bestätigung. Dann war auf einmal mein Ansprechpartner in Urlaub – ich solle mich eine Woche gedulden. Aber auch danach war niemand zu erreichen. Mir schwoll der Kamm, wie man so schön sagt. Nach einer weiteren Woche hatte ich immer noch keine Bestätigung.

Je länger das ganze dauerte, desto mehr war mein Verstand damit beschäftigt, sich alle möglichen Szenarien auszumalen, warum der Vertrag mit dem neuen Auto nicht zustande kommen würde. Der Verkäufer hatte Fehler gemacht, die Bank hatte Bedenken wegen meiner Selbstständigkeit. (Die Kreditwürdigkeit war geklärt, daran konnte es nicht liegen) Mein Verstand fing an zu toben. Nach dann endlosen 3 Wochen erreichte ich einen anderen Verkäufer, der sich der Sache annahm, und nach 10 Minuten war die Angelegenheit scheinbar geklärt. „Der Wagen ist bestellt – definitiv“ – eine offizielle Bestätigung gab es trotzdem nicht.

Zunächst war die Situation aber etwas geglättet, mein Verstand beschäftigte sich mit anderen Dingen. Ende Juni, nach fast 3 Monaten, bekam ich dann endlich auch die schriftliche Bestätigung der Bestellung und Fertigung. So weit so gut. Anfang September sollte der voraussichtliche Liefertermin sein, also rief ich eine Woche vorher beim Autohaus an, um mich zu erkundigen, wann denn der Wagen geliefert werden würde. Der Verkäufer teilte mir daraufhin lapidar mit, dass der Wagen bereits auf dem Hof stehen würde und (auf Nachfrage) das bereits seit 2 Wochen. Mir fiel die Kinnlade herunter. Niemand – absolut niemand hielt es für nötig, mich über die Lieferung zu informieren.

Da ich mich erst noch um den Verkauf des aktuellen Fahrzeugs kümmern musste, machte ich mich sofort daran, die zu organisieren. Das alte Autohaus hatte wenig Interesse daran, den Wagen zurück zu nehmen, trotz extrem geringer Kilometerzahl. Also mussten andere Lösungen her. Ich fand schließlich eine für mich akzeptable Vorgehensweise und einen Händler, der den alten Wagen abnehmen wollte.  Dann bat ich den Händler des neuen Wagens, einen Termin für die Zulassung zu machen. Der kam dann recht schnell, ich fuhr hin, gab meine Sachen ab, und dann kam der nächste Hammer. „Sie können den Wagen (der jetzt schon seit 3 Wochen auf dem Hof stand) erst in 2 Wochen abholen. Wir firmieren um und deshalb sind alle Auslieferungen 2 Wochen gesperrt!“ Das saß.

Als diese 2 Wochen herum waren, und ich mein Auto abholen wollte, kam dann noch die Nachricht, dass die Reifen, die ich dazu bestellt hatte, versehentlich zu spät geordert worden seien, ich müsse noch ein paar Tage warten. Mein Verstand lief wieder zur Höchstform auf und ich sah mich bereit mit 2 Autos da stehen, weil ich den alten Wagen nicht zum vereinbarten Termin abgeben konnte.

In der Zwischenzeit beruhigte sich das Thema Auto wieder etwas, aber dafür tauchte ein anderes Thema auf. Ein körperliches. Ich hatte offensichtlich irgendwelche körperlichen Probleme, die sich nicht mehr aufschieben ließen. Schon etliche Male hatte ich im Laufe der Jahre Edith wegen körperlicher Themen gebeten, mich mit dem kinesiologischen Armtest zu testen, aber in den letzten Jahren war die Antwort eigentlich immer: „Der Körper hat keine Probleme“. Meist waren es emotionale Themen, alte Inkarnationen oder Glaubenssätze, die dazu führten, dass mein Körper darauf reagierte und mir „Symptome“ anzeigte.

Das war auch jetzt wieder so. Im Grunde ging es nicht um ein körperliches Thema, sondern um die Annahme eines Seinsanteils. Aber diesmal konnte mein Verstand das einfach nicht glauben und fing an, alles mögliche aufzuzählen, was mir alles passieren würde, wenn ich jetzt nicht zum Arzt gehen würde. Letztlich rief ich beim Arzt an. Es meldete sich die Arzthelferin und nahm mein Anliegen auf. Der Arzt würde zurückrufen. Tat er aber nicht. Auch nicht am nächsten Tag und auch nicht am übernächsten. Ich begann mich damit abzufinden, dass der Arzt, wie von Edith prognostiziert, dabei gar nichts zu melden hatte.

Aber der Gedanke ließ mich trotzdem nicht los. Der Verstand bot alles auf, um mir klarzumachen, warum ein Arztbesuch jetzt unbedingt erforderlich sei. Und es war – wie davor bei dem Auto – nicht anderes mehr im Kopf. Da rief der Arzt überraschend doch noch an. Die Nummer, die ich angegeben hatte, sein nicht zu erreichen. Ich ließ mir nochmal die Nummer geben – aber die war korrekt. Wir machten einen Termin für den nächsten Tag aus – zwischen 09:00 und 11:00 Uhr einfach vorbeikommen! Ich testete nochmal, warum der Arzt auf meiner Telefonnummer nicht durchgekommen war, aber ich kam durch – alles ok. Der Arzt kam nicht durch?!?

Am nächsten Tag ging ich etwa gegen 09:30 zur Praxis. Die war so voll, dass ich mit mindestens 1 Stunde Wartezeit rechnen musste. Also gut, in 1 Stunde nochmal versuchen. Kurz bevor ich gehen wollte, erhielt ich einen Anruf aus der Familie. Ein Familienmitglied brauchte dringend einen Fahrer, der ihn abholte. Ich war der einzige, der konnte. Arztbesuch? – heute nicht mehr! Ich musste etwas warten, bis der Anruf aus der Familie kam zum Abholen. Als er dann kam, hieß es, das Problem sei erledigt, meine Dienste würden nicht mehr benötigt, vielen Dank. Die Zeit zur Arztsprechstunde zu gehen war vorbei!

Das Familienmitglied hatte mich davon abgehalten, zum Arzt zu gehen. Mein Verstand wollte unbedingt, aber es klappte einfach nicht. Und der Arzt selbst hatte mich auch nach 3 tägiger Verzögerung nicht erreichen können. Da wurde (selbst meinem Verstand) klar, dass diese Verstandesorgien einfach nicht mehr zu mir passen würden. Ich hatte meinem Verstand schon öfter gesagt, er solle die Klappe halten, aber das hielt immer nur für kurze Zeit an, dann ging es wieder los. Aber jetzt nicht mehr. Ich beschloss, dass dieses Thema (und wohl auch alle zukünftigen) nicht mehr vom Verstand zu bearbeiten sind, sondern nur noch von meinem inneren Meister. Und so ist es!

Dies ist eine der Dinge, die nicht nur ich, sondern eine Vielzahl an Menschen in den nächsten Jahren zu erwarten haben. Die komplette Überforderung des Verstandes. Überforderung deshalb, weil nicht alle Menschen so offen sind selbstreflektiert sind, um die Zusammenhänge zu erkennen. Aber es wird diese Herausforderungen zuhauf geben.

PS: Diese Geschichte ist aus meinem neuen Buch:

Der zweite Tsunami“ entnommen. Das Buch enthält viele Informationen zu den aktuellen Geschehnissen auf der Erde, den Hintergründen und was in Zukunft wahrscheinlich zu erwarten ist.

 

Eine Antwort schreiben

Translate »